Konsistorialrat Pater Johann Allex
ist am 13.4.2009 im Krankenhaus Grieskirchen verstorben

 


Die Pfarre St. Thomas

Der geschichtliche Werdegang des Ortes ist engstens verbunden mit der Kirche. Der Name St.Thomas scheint erstmals 1767 auf. Die erste Nachricht über den Ort stammt aus dem Jahre 1220, damals „Eizbolteskirchen" genannt. 1417 finden wir den Namen „Aschpoltskirchen zu Sant Thonen“ urkundlich belegt. Da Aspet „Gehölz oder Mischwald" bedeutete, könnte man den Namen mit „ Kirche im Gehölz “ umschreiben. Tatsächlich war die Kirche, mit einigen wenigen Häusern herum, damals von einem riesigen, unwegsamen Wald umgeben.

Der Name Aspetskirchen taucht auch in den älteren Urbarien auf, ebenso ist er auf einer Karte von 1667 eingetragen. Die Franzosen hatten bei ihrem Einfall im Jahre 1800 eine Landkarte bei sich, worauf Aspetskirchen verzeichnet war. Sie hatten aber den Ort nicht behelligt, sehr zur Erleichterung der Bewohner.

1740 wurde St .Thomas, damals noch Aspetskirchen, Expositur von Peuerbach. Im selben Jahr stiftete Freiherr von Thürheim ein Muttergotteswallfahrtsbild, zu dem bis vor einem Jahrzehnt noch mehrmals im Jahr Wallfahrer pilgerten. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb bis heute das Fest Mariä Heimsuchung, 2. Juli, als Patrozinium gefeiert wird. Seit 1891 ist St. Thomas eine selbständige Pfarre.
Seit 1968 wird die Pfarre von den Oblaten des Hl. Franz von Sales von Dachsberg aus seelsorglich betreut. In den letzten Jahren hat die Betreuung der Pfarre Pater Johann Allex inne.

Zur Pfarre St. Thomas gehören heute neben dem Gemeindegebiet die Ortschaften Kaltenbach, Kleingestdopl, Mitterwinkel, Niederwinkel und Reith.

Die Orgel wird von Matthias Höfer, einem Bauer und "Privatorgelmacher" gebaut und am 29.8.1841 fertiggestellt. die Schleifladenorgel hat acht Register und insgesamt 432 Pfeifen

Da der Orgel die Zeit sehr zusetzte, wurde sie in den letzten jahren von örtlichen Tischlern gemeinsam mit dem Musikschuldirektor und Organisten Alois Schmidauer aus Peuerbach general überholt.

 

 

Die Kirche ist ein spätgotischer Bau, bestehend aus einem einschiffigen, zweijochigen Langhaus mit barockem Stichkappentonnengewölbe.

Der Turm im seitlichen Chorwinkel hat eine achtseitige Glockenstube mit gotischen Schallfenstern und Spitzhelm.

Von kunsthistorischem Interesse ist auch die alte gotische Sakristeitür mit gotischen Beschlägen. Die übrige Einrichtung ist neugotisch.

Die Kirche hatte traditionsgemäß immer 4 Glocken. Drei Glocken wurden im Jänner 1942 abgenommen, nur die kleinste blieb zurück. 1951 konnten 2 neue Glocken, von der Bevölkerung gespendet, ihrem Bestimmungszweck übergeben werden. Im Jahre 1957 konnte die große Glocke, Gewicht 582 kg, Ton G, in Betrieb genommen werden. Am Hals der Glocke befindet sich ein Bild des hl. Thomas, - Apostel mit Lanze und Buch, ferner Maria mit dem Jesuskind. Die Inschrift darunter:

Unbefleckte Gottesmutter, St. Thomas, Patron unserer Pfarre, bittet für uns“.

Eine Besonderheit unserer Pfarrkirche ist die beim südlichen Seiteneingang angebaute Lourdeskapelle.
Nach dem 2 Weltkrieg wurde an der nördlichen Seite der Kirche die Josefikapelle angebaut. Das Altarbild für die Kapelle wurde 1948 von Nora Scholly gemalt.